Der Reifenwechsel steht an: Worauf Sie bei neuen Reifen achten sollten

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Der Reifenwechsel steht vor der Tür: Fachleute raten, hinsichtlich des richtigen Zeitpunktes zum Reifenwechsel die sogenannte "O bis O-Regel" zu befolgen. Demnach sollten Winterreifen im Oktober aufgezogen werden und bis Ostern am Fahrzeug verbleiben. Wer sich rechtzeitig nach neuen Sommerreifen umsieht und einen Online, Preisvergleich durchführt, kann viel Geld sparen. Was sollte beim Reifenkauf berücksichtigt werden?

Im Interesse der eigenen Sicherheit: Reifen rechtzeitig tauschen

Wer noch alte Sommerreifen eingelagert hat, sollte überprüfen, ob die Pneus eine weitere Saison noch überstehen. Zwar schreibt der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor, ratsam ist es aber auch bei Sommerreifen, spätestens bei 2 mm Restprofil einen Austausch vorzunehmen. Unabhängige Tests zeigen, dass die Haftung bereits ab dieser Profiltiefe deutlich nachlässt. Außerdem kann es bereits ab einem Alter von sechs Jahren zu Alterungsrissen kommen, die einen Wechsel auf eine neue Bereifung ebenso ratsam erscheinen lassen. Das Alter lässt sich anhand der sogenannten DOT-Nummer erkennen. Die ersten beiden Ziffern der vierstelligen Nummer geben die Kalenderwoche, die letzten beiden Ziffern das Kalenderjahr an, in welchem der Reifen produziert wurde. Um die Profiltiefe zu erkennen, sind sogenannte Tiefen-Indikatoren im Reifenprofil angebracht. An der Reifenflanke weist die Markierung "TWI" auf eine solche Erhöhung im Profil hin. Ratsamer ist es allerdings, das Restprofil mithilfe einer 1-Euro-Münze abzuschätzen. Der Rand hat eine Breite von 3 mm und sollte nach Möglichkeit komplett im Reifenprofil verschwinden. Die Idee, den Winterreifen einfach im Sommer weiterzufahren, sollte nach Möglichkeit nicht weiterverfolgt werden: Die weiche Gummimischung ist ebenso wie das grobe Profil für kaltes Wetter und Schneetreiben optimiert, im Sommer erhöht sich der Verschleiß deshalb deutlich - die Reifen radieren regelrecht auf der Straße. Zudem steigt auch der Kraftstoffverbrauch an.

Was die Reifenbezeichnungen bedeuten


Sofern der Neukauf eines Sommerreifens ansteht, sollte zunächst der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) in Augenschein genommen werden. Unter den Punkten 15.1 und 15.2 finden sich die für das eigene Modell zugelassenen Reifendimensionierung. Für den Laien wirken die Zahlen- und Buchstabenfolgen zunächst einmal kryptisch, sind aber leicht zu entziffern - was hier einmal anhand des Beispiels 195/65 R15 91H erläutert werden soll. Die erste Ziffer gibt die Reifenbreite in Millimetern an, in diesem Fall also 195 mm. Die zweite Ziffer kennzeichnet die Reifenhöhe allerdings in Prozent der Reifenbreite - hier handelt es sich um rund 127 mm. "R" steht für die Bauart "Radialreifen", was heute die übliche Bauart ist. Die Drahtfäden in der Karkasse sind in radialer Richtung gezogen, in den sechziger Jahren waren hingegen Diagonalreifen der übliche Standard. Die dahinter angeführte Ziffer gibt den Felgendurchmesser in Zoll an. Die letzte Zahlen-/Buchstabenkombination gibt Auskunft über die Belastbarkeit des Reifens. 91 bedeutet in diesem Fall, dass die Belastbarkeit maximal 615 kg beträgt. Rechnerisch ist dieser Wert nicht zu ermitteln, benötigt wird dafür eine entsprechende Tabelle zum nachschlagen. Dasselbe gilt für den Geschwindigkeitsindex H, der eine Maximalgeschwindigkeit von 210 km/h kennzeichnet.

Online-Suche lohnt sich

Um Reifen mit den erforderlichen Spezifikationen zum besten Preis zu kaufen, sollte ein umfangreicher Preisvergleich im Internet durchgeführt werden. Auch bei Sommerreifen handelt es sich um Saisonware, deren Preise eine weite Spanne aufweisen. Auf diese Weise lassen sich die neuen Pneus ganz besonders günstig erstehen, neue Reifen sind ab ca. 55 EUR bei Idealo gelistet. Durch das neue EU-Label wird der Reifenkauf übrigens auch für Nichtfachleute ohne entsprechende Beratung einfach. Auf einem Blick lässt sich erkennen, wie effizient, sicher und leise ein Reifen ist. Mithilfe dieses Labels wird also eine Vergleichbarkeit hergestellt. So können Reifenkäufer leicht abschätzen, ob sich nicht die Investition in ein höherwertiges Modell lohnt - denn vor allem online ist die Auswahl groß.


Bildrechte:
Tim Reckmann / pixelio.de

 

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